Ich bin so traurig

Forum über Scheidung von Christen
Bärbel

Ich bin so traurig

Beitragvon Bärbel » Donnerstag 3. Februar 2005, 20:07

Hallo,

vor zwei Wochen hat sich mein Mann von mir getrennt. Er hat mittlerweile auch eine andere Frau kennengelernt.

Ich bin so traurig. Die erste Zeit habe ich nur geweint und kam gar nicht mehr klar. Dann hab' ich versucht, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen, was mir auch gelungen ist. Ich habe auch eine neue Entscheidung für Jesus getroffen.

Der Glaube hilft mir zwar sehr, aber diese Sehnsucht nach Lars und seiner Liebe macht mich noch ganz krank.

Ich will ihn zurückhaben. Wir waren 7 Jahre verheiratet, hatten die letzten Jahre keine leichte Zeit, ich hatte Depressionen.

Aber ich kann (oder will) nicht ohne ihn leben.

Manchmal würde ich am liebsten Schluß machen, wenn meine Kinder nicht wären. Nur, um diesen verdammten Schmerz nicht mehr fühlen zu müssen.

Traurige Grüße

Bärbel

Peter52

Mir geht es ähnlich

Beitragvon Peter52 » Freitag 4. März 2005, 08:32

Liebe Bärbel,

mir geht es ebenso. Kurz vor Weihnachten hat mir meine Frau erklärt, dass sie nicht mehr mit mir leben möchte (nach 24 Jahren). Keine Chance! Um meiner Familie nicht das angestammte Umfeld zu nehmen, bin ich nun seit drei Wochen zuhause ausgezogen, weil ich glaube, dass es Abstand braucht. Für mich war die Trennung ebenfalls Anlaß, über mein Leben nachzudenken, hatte ich in all den Jahren meine Beziehung zu Jesus sehr vernachlässigt. Nun stehe ich zumindest wieder neu im Glauben, habe reinen Tisch gemacht, meine Sünden bekannt und weiß, dass sie vergeben sind. So habe ich nun Frieden für die Vergangenheit.

Bei uns sind keine dritten Personen im Spiel, wir reden noch miteinander, streiten nicht und verletzen uns nicht (mehr). Ich habe diesen Weg der Trennung als Gottes Weg angenommen (sehr sehr schweren Herzens) und erfahre so oft, dass er mich auf diesem Weg trägt und mich ermutigt.

Ich nehme wieder aktiv am Gemeindeleben teil und erfahre dort sehr viel Hilfe. Auch habe ich mich einer Gruppe "Geschiedener Christen" angeschlossen und erfahre auch dort sehr viel Hilfe. Raus aus der Bude und sich anderen Menschen anschließen. Nun werde ich an einem "Single Aktiv Wochenende" teilnehmen und werde Ende April zu einer Bibel- und Wanderfreizeit fahren.

Im Gegensatz zu Dir, hoffe ich noch immer, dass uns der Abstand wieder näherbringt. Doch ich muss mich auf Gott verlassen und Vertrauen in seine Wegführung haben.

Was will ich Dir mit meiner Geschichte sagen?: Geh raus, suche Menschen, die Christen sind, vertraue Gott und nimm den Weg an! Das ist unheimlich schwer, aber das Einzige, das helfen kann. Beten und in seinem Wort lesen, dafür ist jetzt mehr Zeit, als je zuvor.

Die Gedanken an "Schluss machen", die hatte ich auch. Verdränge sie. Arbeit aktiv dagegen an, geh in den Wald und schreie Dir die Not aus der Kehle. Das befreit! Wirf Dich auf den Boden und trommle mit den Fäusten auf den Boden! Schreie zu Gott und bitte um seine Hilfe (man kann bei Gott laut klagen, er versteht uns). Und bei Depressionen gehe bitte zum Arzt: es gibt auch da Mittel und Wege.

Schließlich: Gewöhne Dich an den Gedanken, dass es vielleicht Gottes Wille ist, dass Du ohne Deinen Mann leben sollst. Gott hat einen Plan auch für Dein Leben und ER will nicht, dass es Dir so schlecht geht. Er führt dich heraus, ER wird Deine Tränen in Lachen verwandeln.

Peter


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