Ehe und Lebenssinn Problem

Forum über Scheidung von Christen
Gast

Ehe und Lebenssinn Problem

Beitragvon Gast » Sonntag 16. März 2008, 22:17

Noch nie habe ich ein Forum benutzt um meine Probleme zu schildern und um Rat zu bekommen. Ich - 49 Jahre - arbeite als leitende MA in der Behindertenhilfe - bin seit 28 Jahren verheiratet - habe 3 Kinder, ein schwerst mehrfachbehindertes Enkelkind - seit 2005 einen körperbehinderten Sohn(nach Unfall Querschinttsgelähmt) und seit 2005 eine Ehe die nicht mehr funktioniert und habe 2005 einen Mann kennengelernt mit dem ich mich total gut verstehe - ergänze und den ich total liebe wir aber keine gemeinsame Zukunft haben da er auch verheiratet und 13 jahre älter ist und seine Frau nicht in finanzielle Schwierigkeiten bringen möchte. Seit Januar 2008 bin ich wegen Bourn out und Depression krank geschrieben und ich bekomme mein leben einfach nicht mehr in den Griff - wenn ich denke endlich mal ein Tag an dem ich mich etwas besser fühle kommt bestimmt wieder ein Tag oder mehrere an denen es mir total schlecht geht, ich unasustehlich, gereizt, aggressiv, unzufrieden depremiert bin. Wer hat ähnliche Probleme, quält sich - wie ich - mit Sorgen und den ständigen Gedanken gesündigt zu haben und selbst schuld zu sein an dieser Situation und wer kann mir einen rat geben!

Gast-Mithrandir

"cherchez l'homme"

Beitragvon Gast-Mithrandir » Mittwoch 22. Oktober 2008, 13:55

Hallo, Gast-Frau,
es hat bisher offenbar keiner auf deinen Eintrag geantwortet. Und weil ich gerade so in Schreib-Euphorie bin, will ich es versuchen. Meine eigene Geschichte habe ich an anderer Stelle in diesem Forum geschildert ...

Ich möchte dir mein Mitgefühl ausdrücken. Es liest sich wie eine "Ironie des Schicksals": du bist leitende MA in der Behindertenhilfe, und wirst dann selbst mit solchen Schicksalsschlägen in der Familie heimgesucht, so als solltest du deine beruflich ausgeübte Barmherzigkeit nun auch mal im eigenen Leben ausführen. Aber bitte, laß dich nicht darüber erbittern, insbesondere nicht gegen Gott, denn der Himmel weint mit über das, was du in den letzten Jahren durchleben musstest.

Du schreibst in deinem Artikel nichts über deinen Ehemann, gar nichts. Kein Anhaltspunkt, der - bis auf den zeitgleichen Unfall deines Sohnes - auf die Gründe für die Aussichtslosigkeit deiner Ehe hindeuten könnte. Offenbar wärst du bereit, deinen Mann zu verlassen, wenn dein neuer Freund ein Leben mit dir beginnen würde. Würdest du deinem Mann noch eine Chance geben?

Die Franzosen haben einen Spruch: "cherchez la femme", was in dem Zusammenhang ungefähr bedeutet: "wenn irgendetwas schief läuft oder Probleme macht, suche immer nach der "Frau" in der Geschichte, die wahrscheinlich der Auslöser ist oder schuld war". Aber in Bezug auf Eheprobleme, so denke ich, muß man doch sehr oft diese Weisheit umkehren in "cherchez l'homme", also: "wo ist oder was macht der Mann in dieser Geschichte". Also, was ist los mit deinem Ehemann, daß du keine Hoffnung mehr auf ihn setzen kannst?


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