Scheidung, Zusammenleben,Wiederheirat

Forum über Scheidung von Christen
Gast

Beitragvon Gast » Freitag 24. Juni 2005, 18:46

Hallo zusammen,

die Beteiligung hier ist ja wirklich äußerst mager. Schade eigentlich!
So kommt kaum ein echtes Forum zustande, wo nicht immer der Domain-Inhaber, der zugleich Moderator und Seelsorger direkt antworten braucht.

Schuldfrage/vor Gott geschieden/noch verheiratet: Wer will das fehlerfrei entscheiden, ohne sich supertief in das vergangene Ehedesaster hineinzuknien, und selbst dann: Können wir sagen, welche Scheidung vor Gott ok. ist und welche nicht, und zwar nicht bei den eindeutigen, sondern den etwas weniger eindeutigen Fällen?

Zum Thema Rechtswirksamkeit der Scheidung: Ich bin mir nicht so sicher, ob Gott sich an den Zeitplan von Scheidungskriegen hält, in denen einer z.B. mit Hilfe seiner teuren Anwälte eine Scheidung super lang über Jahre hinauszögern kann und der andere vielleicht nicht das Geld hat, Anwälte und Gericht so zu schmieren, dass das Rechtskrafturteil zeitnah nach dem bereits gültigen Scheidungsurteil zugestellt wird. Es gibt Geschichten wo sich dies über Jahre hinziehen kann.

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass Gott kein Deutscher ist. Kann das deutsche Recht noch göttliche Legitimation beanspruchen, das die Ehe dadurch aushöhlt, dass einerseits Lebenspartnerschaften von Gleichgeschlechtlichen staatlich abgesegnet werden, und andererseits es z.B. Rentnern schwer macht zu heiraten, weil sie dadurch des öfteren eine zur Existenzsicherung dringend nötige Rente eines verstorbenen Partners verlieren?

Was das abwarten angeht, bis der Ex-Partner fremdgeht: Wenn der Scheidungsgrund war, dass einer sich dem andern entzogen hat (entgegen dem Wort Gottes, was Martin Luther Ehebruch nannte), ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der sich Entziehende danach fremdgeht. Das hieße in der hier geschilderten Logik, dass der andere von Enthaltsamkeit in der Ehe nun zu Enthatsamkeit nach der Ehe verurteilt wird. Gott kann den beschriebenen Weg - der andere fällt in Sünde - wählen, muss es aber nicht; und es gibt sicher noch andere Wege.

Kämpfer
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Beitragvon Kämpfer » Freitag 24. Juni 2005, 19:28

Hallo "Gast", endlich kommt mal Leben in die Bude :lol:
Interessante Bemerkung zum Ehebruch, warum soll/muß man warten, bis der andere fremd geht (ungefähr so) :?:
Wenn die Ehe über Jahre "enthaltsam" gelebt wird, weil sie nur noch auf dem Papier existiert, z.B. weil noch kleine Kinder da sind, ist es doch ein menschliches Bedürfnis nicht während der Ehe, sondern danach sich zu lieben mit allem drum und dran. "Wer liebt der sündigt nicht."

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charly
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Beitragvon charly » Freitag 24. Juni 2005, 22:57

Hallo,

Wenn die Ehe über Jahre "enthaltsam" gelebt wird, weil sie nur noch auf dem Papier existiert, z.B. weil noch kleine Kinder da sind, ist es doch ein menschliches Bedürfnis nicht während der Ehe, sondern danach sich zu lieben mit allem drum und dran. "Wer liebt der sündigt nicht."

naja, was soll man dazu sagen?
Ich habe zB in meiner ersten Ehe fünf Jahre keinen sexuellen Umgang mehr mit meiner Frau gehabt - was verschiedene Gründe hatte. Aber deswegen haben wir die Ehe nicht als gescheitert empfunden (das waren dann andere Gründe, warum die Ehe geschieden wurde) und deswegen habe ich nach meiner Ehe auch nicht den unbedingten Drang gehabt, jetzt endlich meinen sex. Drang ausleben zu müssen.

Evtl. wird das sex. Bedürfnis auch oft viel zu hoch gewertet :?:

Charly

Gast

Beitragvon Gast » Freitag 24. Juni 2005, 23:11

Jetzt warte ich mal ab, ob sich noch jemand daran beteiligt

Kämpfer
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Beitragvon Kämpfer » Freitag 24. Juni 2005, 23:12

ups, nicht eingeloggt

Tappsi
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Beitragvon Tappsi » Donnerstag 26. Oktober 2006, 15:47

Eine weitere Frage ist auch die, ob ihr Beide bekennende und wiedergeborene Christen seid. Und ob ihr es zum Zeitpunkt der Scheidung es auch wart.
Denn Scheidungen vor einer Bekehrung werden ja von Gott auch vergeben und der Christ ist damit dann auch frei wieder zu heiraten.

Und hier steig ich mal kurz ein.
Bei mir sieht es so aus,mein Mann und ich leben seit 1994 getrennt.
Eine Scheidung wollten wir beide nicht.
Vor fünf Jahren lernte ich meinen jetzigen Lebensgefährten kennen.
Nun steht meine Scheidung an,auf Wunsch meines Noch Ehemannes.
Als ich in diese Situation kam,war ich noch keine bekennende Christen,dies bin ich erst seit diesem Jahr,d.h. wenn nächstes Jahr die Scheidung durch ist,möchten mein Lebensgefährte und ich heiraten.
Wird Gott mir diese Scheidung vergeben und bin ich frei wieder zu heiraten,oder wie sieht es heute aus?
Verwirrte und fragende Grüße
Tappsi
Der Herr ist mein Hirte

Kämpfer
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Beitragvon Kämpfer » Dienstag 19. Dezember 2006, 23:43

Wieso tobt hier nicht der Bär :-D , das Thema ist topaktuell, das Forum ist seriös (wenn man das so sagen darf), Leute traut Euch, ich will mich austauschen :duell:


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