Scheidungskinder - Leidenskinder ! ?

Hier gehören alle Themen und Fragen zu den von Scheidung betroffenen Kindern hin.
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charly
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Scheidungskinder - Leidenskinder ! ?

Beitragvon charly » Freitag 21. Januar 2005, 22:20

In unseren Seminaren wird immer wieder gefragt,
- wie man den nun mit den Kindern umgehen soll,
- ob die Kinder Schäden durch die Scheidung der Eltern erleiden,
- etc.
Da wir selber keine Kinder haben, halten wir uns hier zurück (wir wollen über das Reden, was wir auch selber erfahren haben.)
Daher unsere Bitte, teilt doch mit, wie ihr es selber erlebt habt. Der beste Austausch ist der Austausch unter Betroffenen.
Gibt es Tips und Ratschläge die ihr weitergeben wollt?
Habt ihr seelische Schäden, Verhaltensveränderungen bei eueren Kindern erlebt?
Wie seid ihr damit umgegangen?

Charly

Gast

Es kommt darauf an

Beitragvon Gast » Sonntag 6. März 2005, 16:59

Ich glaube, dass die Kinder in dem Maß Schaden nehmen, wie die Eltern sie in ihre Konflikte mit hineinnehmen, und zwar wenn sie zusammen bleiben ebenso wie wenn sie auseinander gehen. Meine Beobachtung ist die, dass Christen oft mit Trennung/Scheidung viel schlechter umgehen (können) als Nichtchristen. Da immer ein Schuldiger gesucht wird, ist es für die Kinder schwer, mit dem Schuldigen offen und weiterhin unbefangen umzugehen.

Wie sollen meine Kinder mich ehren (4.Gebot!), wenn mein Schritt der Trennung öffentlich gerügt worden ist? Wie soll der Ex-Partner, der in der Gemeinde verbleibt es schaffen, den Respekt der Kinder vor dem getrennten Teil zu bestätigen, wenn die Gemeinde einen Sündenbock ausgemacht hat?

Hier liegt eine große Verantwortung für das Umfeld, aber auch für die Betroffenen. Ich habe meinerseits versucht, meine bei der Mutter lebenden Kinder darin zu unterstützen, auf die Mutter zu hören und sie zu achten. Da sie aber den Kontakt zu mir trotz meiner vielen Kontaktversuche fast vollständig abgebrochen haben, sehe ich darin einen Schaden nicht nur für mich, sondern auch für sie selbst. Ich weiß nicht, wie im Umfeld der Kinder über mich geredet wird/wurde, sodass es so weit gekommen ist.

Ich glaube, dass der Teufel nicht allein deswegen Kapital aus Scheidungen schlägt, weil es Scheidungen gibt, sondern weil die Christen nicht bereit sind, damit offensiv und irgendwann konstruktiv umzugehen. Und dann wird es für die Kinder echt schwer. Sie nehmen durch ständige Streitereien der Eltern Schaden, müssen auf der anderen Seite nicht zwangsläufig und unnötig viel Schaden nehmen, wenn die getrennten Eltern versuchen, um des Wohls der Kinder willen zusammen zu arbeiten.

Anonyma

Beitragvon Anonyma » Sonntag 6. März 2005, 18:49

Seit unserer Scheidung und schon seit der Trennung macht mein Exmann eigentlich Alles damit es den Kindern schlecht geht. Er redet schlecht über mich, gibt Ihnen Anweisungen wie sie mich ärgern können, zahlt kaum Unterhalt, zahlt zu spät, nimmt Ihnen Ihr Haus weg etc..............
Macht Termine bei Gericht, widerruft dann kurz darauf, macht mich beim Jugendamt schlecht obwohl nix passiert ist, kontrolliert uns wo Er kann.
Es ist der Horror. Eines der Kinder machte eine Verfügung um endlich Ruhe zu haben - dann macht Er weiter über seinen Anwalt bei eben demselben Kind.
Unsere Kinder haben gelitten unter einem Vater, der schon während der letzten Zeit schlimm war und leiden nun weiter. Wann und wie werden wir zur Ruhe kommen. Das ist, was ich mich frage.................

Wie sollen Kinder Das Alles verkraften?

Peter52

Scheidungskinder

Beitragvon Peter52 » Montag 7. März 2005, 15:59

Ich habe eine 15-jährige Tochter und lebe nun seit einigen Wochen getrennt. Nach einer Seelsorgesitzung habe ich mit meiner Frau eine "Versöhnung" dahingehend erreicht, das wir uns nicht weiter streiten und verletzen. Es ist bisher sehr gut gelungen. Wir haben das große Glück in allem Unglück, dass wir nur ein paar Kilometer auseinander, aber in der gleichen Stadt wohnen. Auch sind keine dritten Personen im Soiel. Meine Tochter bekommt meinen Wohnungsschlüssel und kann kommen, wann immer sie will. Das tut sie sehr gerne und oft. Also, wenigstens das scheint zu gelingen und ich bin sehr dankbar dafür.

Gruß
Peter

sandy

war selbst Scheidungskind und bin jetzt geschieden

Beitragvon sandy » Donnerstag 21. Juli 2005, 23:06

Als sich meine Eltern getrennt haben war meine Kindheit von einem Tag auf den anderen vorbei. Ich war damals 16. Unsere Eltern führten eine Rosenkrieg vom feinsten. Sie haben sich bis heut nicht vergeben. Der Schmerz in mir war riesengroß. Ich versuchte ihn mit Sport, fasten und Schule schwänzen zu unterdrücken, aber das hielt nicht lange. Das schlimmste aber war das wir in unserer Kirchengemeinde nicht mehr erwünscht ware, weil, so unser Pfarrer, keinen Ärger mit der Gemeinde haben wollte. Ich hasste alle Cristen und in meiner Not schrieb ich mit Gott Tagebuch. Nach meiner Schulzeit wollte ich nur noch weg aus Deutschland. Gelandet bin ich dann in Israel. Im Rückblick gesehen war das die schönste Zeit meines Lebens . Ich habe da so viele schöne Dinge erlebt, das in mir vieles heil wurde.
Inzwischen bin ich auch geschieden und meine Kinder erleben nun ähnliches wie ich. Doch in all dem Schmerz hat Jesus es wieder geschafft zu mir durchzudringen. Und mit ihm zusammen habe wir einen Weg heraus gefunden. Ein ganzer Berg von Problemen stand vor uns doch wir haben ihn Stück für Stück erklommen. Meinen Kindern und mir geht es jetzt wieder gut. Wir können wieder lachen und unsere Leben in FRIEDEN weiterleben. 5 Jahre hat es jetzt gebraucht bis sich alles wieder neu geordnet hat. Ohne die Hilfe Gottes wäre das nicht so gut ausgegangen. Das habe mir meine Kinder sogar bestädigt, obwohl sie noch sehr kritisch gegenüber der Kirche und dem Glauben sind.
Ich habe in Gott meinen Vater gefunden und in Jesus meinen Bruder. Und diese Familie kann mir nichts und niemand wegnehmen.
In dem Buch e-mail von Gott las ich das Gott meine Kinder mehr leibt als ich es tu. Und genau diese Liebe wird bei ihnen irgendwann Wirkung zeigen.

sandy

war selbst Scheidungskind und bin jetzt geschieden

Beitragvon sandy » Donnerstag 21. Juli 2005, 23:12

Als sich meine Eltern getrennt haben war meine Kindheit von einem Tag auf den anderen vorbei. Ich war damals 16. Unsere Eltern führten eine Rosenkrieg vom feinsten. Sie haben sich bis heut nicht vergeben. Der Schmerz in mir war riesengroß. Ich versuchte ihn mit Sport, fasten und Schule schwänzen zu unterdrücken, aber das hielt nicht lange. Das schlimmste aber war das wir in unserer Kirchengemeinde nicht mehr erwünscht ware, weil, so unser Pfarrer, keinen Ärger mit der Gemeinde haben wollte. Ich hasste alle Cristen und in meiner Not schrieb ich mit Gott Tagebuch. Nach meiner Schulzeit wollte ich nur noch weg aus Deutschland. Gelandet bin ich dann in Israel. Im Rückblick gesehen war das die schönste Zeit meines Lebens . Ich habe da so viele schöne Dinge erlebt, das in mir vieles heil wurde.
Inzwischen bin ich auch geschieden und meine Kinder erleben nun ähnliches wie ich. Doch in all dem Schmerz hat Jesus es wieder geschafft zu mir durchzudringen. Und mit ihm zusammen habe wir einen Weg heraus gefunden. Ein ganzer Berg von Problemen stand vor uns doch wir haben ihn Stück für Stück erklommen. Meinen Kindern und mir geht es jetzt wieder gut. Wir können wieder lachen und unsere Leben in FRIEDEN weiterleben. 5 Jahre hat es jetzt gebraucht bis sich alles wieder neu geordnet hat. Ohne die Hilfe Gottes wäre das nicht so gut ausgegangen. Das habe mir meine Kinder sogar bestädigt, obwohl sie noch sehr kritisch gegenüber der Kirche und dem Glauben sind.
Ich habe in Gott meinen Vater gefunden und in Jesus meinen Bruder. Und diese Familie kann mir nichts und niemand wegnehmen.
In dem Buch e-mail von Gott las ich das Gott meine Kinder mehr leibt als ich es tu. Und genau diese Liebe wird bei ihnen irgendwann Wirkung zeigen.

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BOB
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Beitragvon BOB » Donnerstag 3. März 2011, 18:40

Die Beiträge zeigen es, ich kenne das aus unserem Umfeld auch oft.
Auf die Kinder wird am Wenigsten Rücksicht genommen.
Selbst bei einer Trennung muß zumindest bei Christen der Respekt vor dem Partner bestehen bleiben.Im 1.Kor. 6 steht:

1. Wie darf jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen andern hat, sich bei den Ungerechten richten lassen, anstatt bei den Heiligen?
2. Wisset ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden?
3. Wisset ihr nicht, daß wir Engel richten werden? Warum denn nicht auch Dinge dieses Lebens?
4. Wenn ihr nun über Dinge dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzet ihr solche zu Richtern, die bei der Gemeinde nichts gelten!
5. Zur Beschämung sage ich's euch: demnach ist also nicht ein einziger Sachverständiger unter euch, der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder;
6. sondern ein Bruder rechtet mit dem andern, und das vor Ungläubigen!
7. Es ist überhaupt schon schlimm genug für euch, daß ihr Prozesse miteinander führet. Warum lasset ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasset ihr euch nicht lieber übervorteilen?

Wenn Trennung erfolgt, sollte der Streit vor GOTT gesehen werden und unnötiger "Krieg" vermieden werden.
Auch wenns schwer sein sollte.
Liebe Grüße BOB


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