Können Geschiedene in Gemeinden Mitarbeiter sein?

Wie ergeht es Geschiedenen in den Gemeinden?
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charly
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Können Geschiedene in Gemeinden Mitarbeiter sein?

Beitragvon charly » Freitag 21. Januar 2005, 22:23

Was meint ihr, kann eine geschiedener Christ in einer Gemeinde Mitarbeiter sein?
Wie wir es immer wieder erleben, gibt es da ja sehr unterschiedliche Einstellungen in den Gemeinden.
Was ist euere Meinung?

Charly

Florian
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Ja

Beitragvon Florian » Freitag 27. Januar 2006, 17:23

Ich würde sagen auf jeden Fall!!!

Die Frage für mich ist eher, ob der Heilungsprozess transparent vor Gott und der Gemeindeleitung/Ältesten gelebt worden ist.

Wenn die Gemeinde darin vertrauen hat, steht dem nichts im Wege. Natürlich muss so eine Entscheidung auch überprüft werden und gegebenen Falls Korrektur erfolgen, Doch denke ich sollte man gerade als Gemeinde auch immer wieder bereit sein Menschen zu vertrauen und sie auch dadurch zu segnen.
Jesus hat die Sünder geliebt, warum solen wir es nicht tun?

:P

Kämpfer
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Beitragvon Kämpfer » Donnerstag 11. Dezember 2008, 15:47

Hallo zusammen, will mal a´bisserl Leben in die Bude bringen :lol:
Stichwort Gemeindeleben, mir ist zu Ohren gekommen, daß in einer Gemeinde, (die Religionszugehörigkeit lassen wir mal weg), wo ein "Gläubiger/in" eine "Nichtgläubige/n" in die Gemeinde mitbringt, sei es als Frischverliebte, oder als Neuvermählte, von der Gemeinde "verstoßen" wird und auch nicht mehr am Abendmahl teilnehmen darf/soll. Die Diskussionsrunde ist eröffnet...

In diesem Zusammenhang habe ich irgendwo schon mal was zu diesem Thema gelesen, war das hier im Forum? Ich weiß es nicht mehr, sinngemäß hieß es da, wenn ein Gläubiger/in mit einer Ungläubigen/r eine Beziehung eingeht, ist der Ungläubige somit oder gerade deswegen vor Gott gleichgestellt, wie ein Gläubiger, oder so ähnlich :roll:

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charly
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Beitragvon charly » Donnerstag 18. Dezember 2008, 14:48

Hallo,

über ein wenig mehr Leben in der Bude würde ich mich auch freuen :-)

Ja, solche Gemeinden gibt es leider - zum Glück nicht allzu viele, aber ich denke jede, die so handelt ist zuviel :-(

Du meinst das, was Paulus geschrieben hat:
1 Korinther 7:12 Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie willigt ein, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht. 13 Und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, und der willigt ein, bei ihr zu wohnen, entlasse den Mann nicht. 14 Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist durch den Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. 15 Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; zum Frieden hat uns Gott doch berufen. 16 Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann erretten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau erretten wirst?

Also da steht: "geheiligt", was in etwa das bedeutet, was du geschrieben hast. "Geheiligt" meint lediglich "abgesondert", "besonders zur Seite gestellt" und meint, dass diese schon durch Gott einen besonderen Segen erfahren und diese auch vor Gott als gleichwertige Eheleute anerkannt sind - es also keinerlei religiösen oder Glaubensgründe gibt, warum diese nicht weiter verheiratet sein könnten oder sollten. Ergo ist die Begründung in solchen Gemeinden schlicht Unsinn und zeigt peinlich mangelnde Schriftkenntnis.
Dadurch, dass diese nun "geheiligt" sind, sind sie aber längst nicht errettet, wie uns Vers 16 zeigt.

Festzuhalten bleibt aber, dass Paulus von Ehepaaren spricht, wo einer der Beiden in der bereits bestehenden Ehe zum Glauben gekommen ist. Paulus ist nicht unbedingt dafür, dass Christen Nichtchristen heiraten.
2 Korinther 6:14 Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? 15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: «Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.» 17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab! spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen 18 und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ :Charly-l

Kämpfer
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Beitragvon Kämpfer » Donnerstag 18. Dezember 2008, 20:19

Danke Charly, du hast es auf den Punkt gebracht, genau das meinte ich, so kann ich dann, wenn mir so etwas wieder zu Ohren kommt "fachgerecht" kontern.
Ich denke, solchen Gemeinden würde es gut tun, gelegentlich mal über den Tellerrand zu schauen, es besteht ja duchaus die Möglichkeit einer Bekehrung, wie heißt es doch "Wir wollen Menschenfischer sein", zumindest so ähnlich :roll:

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BOB
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Beitragvon BOB » Donnerstag 3. März 2011, 18:25

Ist lange her, aber wichtig.
Ich denke man muß sehr genau prüfen was vorliegt.
Beides, schneller Einsatz oder Verweigerung kann Falsch sein, oder Richtig.
Ich tendiere eher zum Abwarten, das Leben des Mannes muß es zeigen.
Das dauert , wer es ernst meint wird das verstehen und abwarten.
Liebe Grüße BOB


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